6 Temmuz 2016 Çarşamba

EINLEITUNG

EINLEITUNG

Ehe Sie geboren werden, leben alle menschlichen Wesen neun Monate im Mutterleib. Ganz am Anfang seiner Entwicklung besteht jedes Menschlein nur aus einem winzigen Zellhaufen, der sich ständig teilt und so entwickelt.
Noch am 22. Tag ist der Fötus nicht größer als eine Bohne. Eines Tag erhält ein kleiner Knoten im Zentrum der Zellanhäufung einen Befehl und beginnt plötzlich zu pulsieren. Die anderen Zellen drum herum verbleiben im Ruhezustand. Aber dieser Knoten bleibt fortan in ständiger Bewegung - bis zum Tod des erwachsenen Menschen.
Siehe, Wir erschufen den Menschen fürwahr aus einem Tropfen Samen, der sich (mit der Eizelle) vermischt, um ihn zu prüfen. Und wir gaben ihm Gehör und Augen.(Sure 76:2– al-Insan)
Niemals fühlt er sich genötigt, auch einen Sekundenbruchteil damit aufzuhören - erst an jenem Tag, Jahrzehnte später, wenn er den Befehl erhält, endgültig damit aufzuhören. Während dieser Zeitspanne verbringt jeder Mensch seine Lebenszeit. Aber wer oder was gibt das Start- und das Stopsignal? Diese perfekte "Pumpe", die schon zu arbeiten beginnt, wenn Sie gerademal drei Wochen alt im Mutterleib sind, trägt eine ungeheuer große Verantwortung, Denn sie sorgt dafür, dass in Ihrem Körper das Blut ununterbrochen zirkulieren kann. Mit anderen Worten: Sie erhält das Leben in den etwa 100 Billionen Zellen Ihres Körpers, die ebenso lebendig sind wie Sie. Es ermöglicht diesen Zellen, Sauerstoff aufzunehmen und anschließend Kohlendioxid abzugeben. Es ernährt und "reinigt" diese Zellen, heilt sie bei einer Erkrankung und Verletzung, und schützt sie vor feindlichen Mikroorganismen.
Aber was haben Sie selbst unternommen, um sicherzustellen, dass dieses Zirkulationssystem funktioniert, von dem Ihr Leben abhängt? Absolut nichts haben Sie dazu beigetragen und auch gar nicht müssen, weil Sie nämlich schon vor Ihrem ersten Augenaufschlag durch ein System "reguliert" worden sind, das speziell für Sie erschaffen wurde. Ihr Körper wurde schon vorher perfekt darauf vorbereitet. Zum Beispiel wurde Ihnen ein Augenpaar mit auf den Weg gegeben, damit Sie Ihre Umgebung klar und deutlich sehen können.
Und obwohl Sie noch nie mit der Luft in der Welt “draußen” in Berührung gekommen sind, ehe Sie nach der Geburt Ihren ersten Atemzug machen werden, hat sich im Mutterleib schon Ihr Atmungssystem entwickelt. Bei Ihrer Geburt verfügen Sie bereits über ein fix und fertiges Verdauungssystem, das schon in absehbarer Zeit alle möglichen Nahrungsmittel verwerten kann. Ihr ganzer Körper wird dann “ready-made” sein, einschließlich von Zehen und Fingern mit nur Ihnen eigenen Fingerabdrücken, mit Augenlidern und -wimpern, um Fremdkörper fernzuhalten…
Zusätzlich sind Schutzmechanismen unterschiedlichster Art - zum Beispiel ein Reflex zum Schutz Ihrer Augen gegen sich sehr schnell nähernde Fremdkörper - schon von vornherein in Ihren Körper “eingebaut” worden. Mit all diesen Dingen kommen Sie schon auf die Welt, ohne eigenes Zutun. Es war Gott der Allmächtige, Der all diese lebensnotwendigen Organe für Sie erschaffen und Ihnen eingepflanzt hat. Aber nicht nur Ihnen, sondern allen Menschen, die je gelebt haben und heute noch in dieser Welt leben.
Das Herz, das Ihr Leben garantiert, und das dazugehörige Blutkreislaufsystem sind ein zentraler und unabdingbarer Teil dieser fehlerlosen und vollkommenen Ordnung. Diese wundersame Flüssigkeit namens Blut, die vom Herz durch Ihren Körper gepumpt wird, versorgt jede Zelle in ihm mit lebensnotwendigen Substanzen, sobald es zu fließen beginnt. Sie erreicht jeden Punkt Ihres Körpers, von den Augen bis zu den Zehenspitzen, durch ein perfekt geplantes Kreislaufsystem, das sich durch den ganzen Körper erstreckt. Solange Sie wachsen, dehnt es sich aus. Wenn Sie krank werden, schützt es Sie. Es ernährt jede einzelne Zelle, um Sie überleben zu lassen. Blut, diese Ihren Körper durchströmende Flüssigkeit, ist ein Wunder, ein Geschenk Gottes. Deshalb wollen wir in diesem Buch genauer untersuchen, wie es beschaffen ist und funktioniert, um so die Existenz und Macht Gottes, unseres Schöpfers, zu erkennen.
Intelligent Design, in anderen Worten: Schöpfung
Gott braucht kein Design für Seine Schöpfung
Das Wort 'Design' muss natürlich richtig verstanden werden. Die Tatsache, dass Gottes Schöpfung ein makelloses Design aufweist, bedeutet nicht, dass Er einen Plan entwarf und diesen dann umsetzte. Gott, der Herr der Erde und der Himmel, braucht keine 'Designs', wenn Er etwas erschaffen will. Gott ist erhaben über solche Notwendigkeiten. Seine Planung und Seine Schöpfung geschehen in ein und demselben Augenblick. Wann immer Gott etwas entstehen lassen will, so genügt es, wenn Er sagt "Sei!".
Im Quran steht geschrieben:

Sein Befehl, wenn Er ein Ding will, ist nur, dass Er zu ihm spricht: "Sei!", und es ist. (Sure 36:82 – Ya Sin)

Er ist der Schöpfer der Himmel und der Erde, und wenn Er eine Sache beschließt, spricht Er nur zu ihr "Sei" und sie ist. 
(Sure 2:117 – al-Baqara)

BLUT: DIE UNVERGLEICHLICHE FLÜSSIGKEIT DES LEBENS

BLUT: DIE UNVERGLEICHLICHE FLÜSSIGKEIT DES LEBENS

Betrachten Sie sich selbst im Spiegel. Können Sie etwas spüren von der Existenz einer karmesinroten Flüssigkeit, die mit hoher Geschwindigkeit und unter hohem Druck etwa 2 mm unter Ihrer Gesichtshaut fließt? Sind Sie sicht des staunenswerten Netzwerks von Adern bewusst, das insgesamt tausende Kilometer lang ist, und einer Pumpe namens Herz, die Ihr Blut einige Meter hoch spritzen könnte?
A child who falls and cuts his knee actually loses millions of erythrocytes and thrombocytes, and thousands of leukocytes. All these cells in the blood are individually important to our lives.
Nein! Nichts davon werden Sie im Spiegel bemerken. Und dennoch findet all das unaufhörlich in Ihrem Körper statt, Ihr ganzes Leben lang. Selbst während Sie schlafen, pumpt Ihr Herz mit großer Kraft und hörbar als Herzschlag Blut durch Ihren Körper, und das Blut durchfließt ihn mit hoher Geschwindigkeit, spürbar als Ihr Puls. Der Hauptgrund, weshalb Ihnen all das nicht bewusst ist, ist Ihre empfindliche, nur für Sie erschaffene Haut. Sie verleiht Ihnen Ihr mehr oder weniger attraktives, wohlgeordnetes und ruhiges Äußeres, hinter dem all diese Körperaktivitäten im Verborgenen ablaufen. Dieses staunenswerte Kreislaufsystem funktioniert durch das Zusammenwirken von Blut, Herz und einem verzweigten und verästelten Netz von Adern und Äderchen, und es ist ständig “in Betrieb”. Es ist einer der eindruckcvollsten Beweise für die Göttliche Schöpfung.
Das Blut fungiert in zweierlei Hinsicht: als Transportmittel und als Regulator im Körper. Es ist ständig im Fluss und bewältigt dabei eine ganze Reihe von Aufgaben, für die es geschaffen ist:
  • Das Blut ist verantwortlich für fast die gesamte Kommunikation innerhalb des Körpers
  • Alle für die Zellen und damit den Energiehaushalt des Körpers notwendigen Nährstoffe werden vom Blut transportiert.
  • Das Blut reguliert die Körpertemperatur ähnlich wie eine Klimaanlage. Durch seine unaufhörliche Zirkulation bleibt unsere Körpertemperatur stets konstant.
  • Durch die ständige Zirkulation bleiben die Antikörper und Weißen Blutkörperchen in ständiger Alarmbereitschaft gegen eindringende Fremdkörperchen. Das Blut ist auch verantwortlich für den Transport von Nährstoffen im Körper.
  • Das Blut ist auch verantwortlich für den Transport von Nährstoffen zu allen Zellen im Körper.
  • Die Arterien und Venen fungieren zugleich als eine Art Kläranlage im Körper, die alle Abfallstoffe und Toxine entsorgt
  • Das Blut enthält auch eine Art Reparatursubstanz, die sofort irgendwelche Verletzungen des Adernsystems lokalisiert und repariert.
Wie aber funktioniert ein derart komplexer Mechanismus, der soviele Aufgaben gleichzeitig bewältigen muss? Welche Komponenten wirken dabei mit? Wodurch werden sie synchronisiert mit dem Blutkreislauf? Welche Körpermoleküle sind wofür zuständig? Wie erfüllen sie ihre jeweilige Aufgabe, und wie bewegen sie sich? Woher erhalten sie ihre Instruktionen, und wie sind sie organisiert?
All das sind natürlich wichtige Fragen, die wir in diesem Buch detailliert beantworten werden. Diese Antworten werden zu einer äußerst wichtigen Wahrheit führen, die bedeutsam für unser ganzes Leben ist: Dass unser Körper keineswegs zufällig so entstanden ist, wie er ist. Dieser unser Körper ist bis in die kleinste Kleinigkeit hinein perfekt durchgestaltet. Der Ursprung unseres Körpers kann unmöglich irgendein zufälliges Zusammentreffen sein, wie von den Darwinisten seit mittlerweile 150 Jahren behauptet wird. Unsere Ursprünge liegen in der Göttlichen Schöpfung, in der alle Einzelheiten perfekt aufeinander abgestimmt wurden, und nicht in einem auf dem Zufallsprinzip beruhenden angeblichen Prozess der Evolution.
Herr dieser Schöpfung war und ist Gott der Allmächtige, Der nicht nur uns Menschen erschaffen hat, sondern alle Lebewesen, das ganze Universum, schlicht alles Existierende.
Das Wunder des Blutkreislaufs ist nur eines der unvergleichlichen Beispiele der Göttlichen Schöpfung. Im vorliegenden Buch werden wir eingehend die Geheimnisse des Blutes untersuchen, seine Zusammensetzung und die Organe, die es in Bewegung halten. Dabei wird sich die fast unglaubliche Harmonie und Fehlerlosigkeit zeigen, in der sich die Vollkommenheit der Schöpfung Gottes widerspiegelt. Sie wurde uns im Quran offenbart, als Leitfaden für uns Menschen:
Aber sehen sie denn nicht, dass Gott, der die Himmel und die Erde erschaffen hat, imstande ist, ihresgleichen neu zu schaffen? Und Er hat für sie einen Termin bestimmt, an dem kein Zweifel ist. Aber die Sünder verwerfen alles, nur nicht den Unglauben. (Sure 17:99 – al-Isra)

BLUT: EINE UNNACHAHMLICHE FLÜSSIGKEIT

Das Blut ist Ursache des Lebens, nicht nur im Allgemeinen, sondern auch für ein langes oder ein kurzes Leben, von Schlaf und Wachheit, von Genie, Fähigkeit und Stärke. Mit ihm beginnt und endet das Leben. 1
The cells in the blood represent only half the volume of blood in the body. A drop of blood contains some five million red blood cells, 10,000 white blood cells and 250,000 thrombocytes.
Schon seit langer Zeit haben Wissenschaftler versucht, eine blutähnliche Flüssigkeit herzustellen, aber ohne Erfolg.2Der entscheidende Grund dafür ist, dass das Geheimnis der vom Blut transportierten hochspezialisierten Moleküle und ihrer diversen Funktionen bis heute nicht restlos enthüllt werden konnte. Aber selbst wenn dieses Geheimnis irgandwann gelüftet werden sollte, wäre die synthetische Herstellung dieser Blutmoleküle für die Wissenschaftler noch immer eine schier unlösbare Aufgabe.
 Das wird sofort klar, wenn wir die einzelnen Komponenten, aus denen sich Blut zusammensetzt genauer untersuchen. Denn jedes einzelne Molekül im Blut hat eine ganz bestimmte Aufgabe und ist genau dafür geschaffen. Anders ausgedrückt: Es kann nicht geleugnet werden, dass sich im Blutkreislauf das Wunder der Göttlichen Schöpfung ausdrückt. Denn es ist eben nicht nur einfach eine Flüssigkeit, sondern ein Zellgewebe, ähnlich den Muskeln und Knochen in unserem Körper.
Allerdings gibt es dabei auch große Unterschiede, weil jene Zellen, die das Muskel- und Knochengewebe bilden, eng aneinander gebunden sind. Zwar sind die Blutzellen auch eine Art von Zellgewebe, aber sie bewegen sich völlig frei und unabhängig voneinander im Körper. Im Blutplasma sind das Rote Blutkörperchen (Erythrozyten), Weiße Blutkörperchen (Leukozyten) und Thrombozyten.
Im menschlichen Körper zirkulieren durchschnittlich 5-6 Liter Blut, was etwa 7-8 % des menschlichen Körpergewichts ausmacht. Etwa die Hälfte davon ist der flüssige, oder auch “wässerige” Teil, das Blutplasma. Die andere Hälfte besteht aus Zellen und Molekülen mit verschiedenen Aufgaben. Ein einziger Blutstropfen, der aus einer winzigen Wunde an Ihrem Finger tropft, besteht aus etwa fünf Millionen Roten Blutkörperchen, 10.000 Weißen Blutkörperchen und 500.000 Thrombozyten. Jedes einzelne in dieser riesigen Teilchenmenge hat jeweils eine ganz bestimmte Aufgabe zu erfüllen.3
Damit nicht genug, wird jede dieser Zellen ständig erneuert. Jeden Tag erzeugt Ihr Körper 260-400 Milliarden neue Blutzellen. Diese wahrhaft phänomenale Produktivität findet statt im Rückenmark und verdankt sich der schier unendlichen Teilungsfähigkeit der sogenannten Stammzellen. Ihre Aufgabe ist die Produktion der Blutkörperchen, die der Körper benötigt, und ihre diesbezügliche Leistungsfähigkeit ist unglaublich.

Die Stammzellen: Eine Art Gebärmaschine

Aufbage und Funktion der Stammzellen im Rückenmark ist mehr als erstaunlich. Nur eine von 10.000 im Rückenmark produzierten Zellen hat die Eigenschaften einer Stammzelle - das ist eine Proportion, die sogar bis auf 1:100.000 abfallen kann. Ansonsten unterscheiden sich Stammzellen kaum von normalen Zellen. Dennoch haben sie besondere Eigenschaften, die unser Überleben ermöglichen. Sie steuern die Bedürfnisse innerhalb unseres Körpers, und dank ihrer einzigartigen Teilungsfähigkeit bilden sie je nachdem Rote oder Weiße Blutkörperchen, die Grundbausteine unseres Immunsystems.4
Warum und wie aber kommt eine von zehntausend Zellen dazu, sich zu entscheiden genau dies zu tun? Und zwar ohne, dass Sie überhaupt etwas von Stammzellen in Ihrem Körper wissen? Diese eine Zelle verfügt offenbar über die bemerkenswerte Fähigkeit, sich zu teilen entsprechend irgendwelchen körperlichen Notwendigkeiten und dadurch völlig unterschiedliche Zellen entstehen zu lassen, weil dies Gottes Wille ist. Genau diese nicht weiter erklärbare Fähigkeit dieser einen Zelle ermöglicht jenen endlosen Kreislaufprozess, in dem Blut durch den Körper zirkuliert, stets mit der gleichen Menge von Blutzellen.
Professor Curt Civin, Onkologe an der John Hopkins University und Experte der Stammzellforschung, beschreibt diese besondere Zelle folgendermaßen:
Sie ist der Vorfahre, der Stammvater von allem. Sie ähnelt einem befruchteten Ei, allerdings mit weniger Entwicklungsmöglichkeiten. Sie kann sich teilen und selbst reproduzieren [Selbsterneuerung] oder sich differenzieren in zwei unterschiedliche Zellarten, so wie sich die Äste eines Baumes verzweigen.5
Die Stammzellen wurden von Gott erschaffen, um genau diese wichtigen Aufgaben zu erfüllen. Zum Beispiel verhält sich eine Stammzelle entsprechend den verschiedenen chemischen und elektrischen Signalen aus seinem Umfeld. Mit Hilfe dieser Signale, die sie an die Stammzellen senden, informieren beschädigte Zellen die Stammzellen über die Notwendigkeit, neue Körperzellen zu produzieren. Die daraufhin von ihnen neu produzierten Zellen werden dann genau dorthin geleitet, wo die beschädigten durch neue Zellen ersetzt werden müssen. Auf diese Weise kann schon eine einzige Stammzelle all jene unterschiedlichen Blutzellen “liefern”, die jeweils benötigt werden. Rote Blutkörperchen, die durch Blutverlust verloren gegangen sind, oder Weiße Blutkörperchen, die im Kampf gegen Infektionen gestorben sind, werden erneuert und ersetzt in genau der richtigen Menge und zum richtigen Zeitpunkt, nicht zu viel, nicht zu wenig und nicht zu spät.
Auch noch im 21. Jahrhundert sind die Biologen damit beschäftigt, den chemischen Code zu dechiffrieren, mit dessen Hilfe Stammzellen mit anderen Zellen kommunizieren. 6 Denn dieser Prozess findet unzählige Male zu allen möglichen Zeitpunkten im Körper statt, auf eine noch immer rätselhafte Weise.
Eine weitere wichtige Frage, die sich dabei stellt, ist jene nach der Produktionshäufig- und geschwindigkeit der Stammzellen. Weiße Blutkörperchen leben jeweils nur einige Stunden lang. Sie vernichten in den Körper einzgedrungene Bakterien und sterben anschließend ab. Thrombozyten leben zwei Wochen, Rote Blutkörperchen vier Monate. Jede dieser verschiedenen Blutzellen muss ständig erneuert bzw. ausgetauscht werden. Woche für Woche produziert deshalb unser Rückenmark Milliarden von neuen Zellen. Für diese ungeheure Produktionsmenge ist nur eine einzige Stammzelle zuständig.7Wenn man bedenkt, dass diese permanente Produktivität innerhalb des Körpers in Abhängigkeit von der hochempfindlichen Struktur des Körpers - in dem ununterbrochener Sauerstoff-Kohlendioxid-Austausch stattfindet, und das körpereigene Immunsystem ständig mit körperfremden Feinden zu kämpfen hat - von irgendwelchen spezialisierten Zellen, nämlich Stammzellen, gesteuert wird, zwingt unvermeidlich zum Nachdenken. Dass eine ganz besondere Zelle die Verantwortung für die ständige Neuproduktion von Zellen trägt, lässt uns allein schon die unvergleichliche Harmonie und Schönheit der Göttlichen Schöpfung erahnen. Und damit werden auch schon die Behauptungen der Evolutionisten zunichte, die auf die Leugnung der Göttlichen Schöpfung abzielen.

DİPNOTLAR

1- William Harrey, The Human Body: An Intelligent Design, Alan L. Gillen, Frank J. Sherwin III, Alan C. Knowies, Creation Research Society Books, Number 8, sf. 120
2Bilim ve Teknik Dergisi, Şubat 1998, sayı 363, sf. 67
3- http://hes.ucf.k12.pa.us/gclaypo/circulatorysys.html
4Bilim ve Teknik, Tübitak Yayınları, Şubat 1998, sayı 363, sf. 63
5John Hopkins Magazine, June 1996 - http://www.jhu.edu/~jhumag/696web/stemcell.html
6- http://www.chicagotribune.com/technology/local/chi-0109040232sep04,0,1412918.story
7John Hopkins Magazine, June 1996  http://www.jhu.edu/~jhumag/696web/stemcell.html

Die Farbe des Blutes: Rote Blutzellen

Die Farbe des Blutes: Rote Blutzellen

Das Blut besteht zum größten Teil aus Roten Blutkörperchen, den sogenannten Erythrozyten. Ihre Aufgabe ist der Sauerstofftransport innerhalb des Körpers, ohne den Körperzellen nicht überlebensfähig sind. Aber das ist nur ein Teil ihrer Aufgabe: Sie müssen den Körper in seinem Stoffwechselprozess auch wieder reinigen, indem sie das dabei entstehende Kohlendioxid in den Zellen wieder “entsorgen”.
Etwa 99% der Blutzellen in einem Blutstropfen bestehen aus Roten Blutzellen. In unserem Körper zirkulieren etwa 25 Billionen dieser Erythrozyten, das ist mehrere hundert Mal mehr als es Sterne in der Milchstraßengalaxie gibt.8Wenn Sie sich vorstellen, dass man mit den roten Blutzellen in unserem Körper locker ein Fußballfeld bedecken könnte, dann haben Sie einen Begriff von dieser ungeheuren Zahl.9Aufeinandergestapelt würden die Roten Blutzellen einen 50.000 km hohen Turm bilden.10Wenn man die Erythrozyten in unserem Körper wie einen Teppich ausrollen würden, würden sie eine Fläche von 3800 km2 bedecken.11In unserem Körper gibt es so viele rote Blutzellen, dass in jeder Sekunde bis zu drei Millionen neue in den Blutkreislauf eintreten, um die alten, abgestorbenen zu ersetzen.12
Rote Blutzellen werden von den Stammzellen im Rückenmark erzeugt, jenem gummiartigen Gewebe im größten Knochengebilde unseres Körpers. Während seiner viermonatigen Lebenspanne zirkuliert jede Rote Blutzelle etwa 75.000 Mal durch den ganzen Körper, bis sie endlich wieder im Rückenmark landet. Während Sie diese Seite lesen, sind etwa drei Millionen Rote Blutzellen in Ihrem Körper abgestorben.13
Das körpereigene Gleichgewicht aufrechtzuerhalten, ist von immenser Bedeutung. Ständig werden abgestorbene rote Blutzellen durch neue ersetzt, womit das Rückenmark ununterbrochen beschäftigt ist. Die Produktion der Abermillionen von Zellen wird ausgelöst von einem chemischen Signal und endet erst, wenn die erforderliche Produktionsmenge erreicht ist.
Die chemische Kommunikationssystem, das all dies bewerkstelligt, zwingt zu einem intensiven Nachdenken. Zellen kommunizieren miteinander mit Hilfe Hunderter von unterschiedlichen Molekülen. Das an die Stammzelle gesendete Signal wird von einem bestimmten Protein dorthin transportiert. Die “angepeilte” Zelle verfügt über einen Proteinrezeptor, der das eingehende Signal “lesen” kann. Sobald dieser “Lesevorgang” stattgefunden hat, gelangt das Signal in die Zelle selbst.
Die Beschreibung dieses Prozesses hat nur einiger Sätze bedurft, ist aber in Wirklichkeit wesentlich komplizierter. Nachwievor bemühen sich moderne Wissenschaftler darum, dieses geheimnisvolle Kommunikationssystem zu dechiffrieren. Das “Entscheidungsmoment” für die Stammzelle, um ihre Tochterzellen auf ihre Reise durch den Körper dorthin zu schicken, wo sie benötigt werden, ist eines der wichtigsten Forschungsfelder der heutigen Wissenschaft.14 Die Tatsache, dass dieses Kommunikationssystem derart komplex ist, dass es bisher nicht möglich war, sein Geheimnis zu lüften, ist ein klarer Hinweis darauf, dass es von Gott dem Allmächtigen erschaffen wurde und dessen unbegrenzte Weisheit offenbart.
Denn wie sonst wäre es möglich, dass ständig und zuverlässig im Sekundentakt die richtige Menge Roter Blutzellen produziert und an die jeweilige Stelle im Körper transportiert werden? Denn schließlich kann eine einzige Stammzelle im Rückenmark beim besten Willen nicht wissen, was an irgendeiner weit entfernten Stelle des Körpers gerade geschieht. Das Kommunikationssystem zwischen den unterschiedlichen Zellen ist das am besten funktionierende Netzwerk, das es gibt. Es ist das Werk Gottes, Der allein alle Einzelheiten in allen Organismen kennt, weil Er sie selbst erschaffen hat.
Die Roten Blutzellen sind außerordentlich klein, weil sie sich vor ihrem Eintritt in den Blutkreislauf weitgehend ihres Inhalts - Zellkern, Mitochondria, Ribosomen und anderer Organellen - entledigen. Sie tun das in einer buchstäblich bewussten Weise, weil sie “wissen”, dass sie ein wundertätiges Molekül namens Hämoglobin in sich aufnehmen müssen (dazu mehr auf den folgenden Seiten). Indem die Zellen sich ihrer Organellen entledigen und Hämoglobin aufnehmen, ermöglichen sie diesem Molekül, seine Aufgabe zuverlässig zu erfüllen während seiner Lebensspanne von vier Monaten.
Various enzymes report to the stem cell in the bone marrow that blood cells have completed their life spans. The stem cell then begins producing new blood cells in line with the body's needs.
Die Membran einer Roten Blutzelle bietet dem Hämoglobin eine wichtige Schutzhülle, denn es selbst verfügt über keine Membran und ist deshalb extrem verletzlich. Dank verschiedener Enzyme in der schützenden Schicht der Zellmembran ist das Hämoglobin auch gegen Degeneration geschützt.15
Die Roten Blutzellen müssen in ihrem Inneren viel Platz schaffen für die etwa 300 Millionen Hämoglobinmoleküle, die sich eine einzige rote Blutzelle “aufpackt”.16Dafür wird etwa 90% des Volumens einer Roten Blutzelle benötigt. Rote Blutzellen sind die einzigen Körperzellen, die ihren Zellkern verloren haben. Die von ihnen abgestoßenen Organellen werden sofort von den Weißen Blutzellen vernichtet, der quasi operativen Truppe des Körpers. Seltsamerweise sind die ihres Zellkerns - der all ihre Daten enthält - beraubten Roten Blutzellen trotzdem in der Lage, all die für ihr Überleben notwendigen Enzyme und Proteine zu erhalten während ihrer 120-tägigen Lebenszeit. Dank dieser Vorsorgemaßnahme für ihre viermonatige Lebenszeit sind sie überlebensfähig. Allerdings fungieren sie nur noch als “Transportmittel”, sie können sich nicht mehr teilen und somit nicht mehr reproduzieren wie andere Zellen. Deshalb müssen sie immer wieder durch neue Zellen ersetzt werden.
Wie schon dieses eine Beispiel zeigt, herrscht im menschlichen Körper eine ungeheure Systemkomplexität. Wenn Sie dieses Buch zu Ende gelesen haben, werden Sie aber noch auf eine ganze Reihe wahrhaft erstaunlicher Einzelheiten, das Blut und seine Funktionsweise betreffend, kennengelernt haben. Eine davon ist die Art und Weise, wie sich eine Rote Blutzelle seiner Organellen entledigt und dabei ihren Zellkern verliert, der alle Grunddaten für das Überleben der Zelle enthält und trotzdem lange genug lebt, um ihre Aufgabe erfüllen zu können. Um das zu bewerkstelligen, muss die Rote Blutzelle wissen, welche ihrer Organellen notwendig und welche nicht notwendig sind während ihrer Lebensspanne. Noch wichtiger für sie ist, sich der Bedeutung des Hämoglobins für das menschliche Leben bewusst zu sein. Wenn auch nur eines dieser Details nicht beachtet wird, zum Beispiel wenn kein Hämoglobin aufgenommen wird, könnte die Rote Blutzelle keinen Sauerstoff mehr durch den Körper transportieren.
Starting its life in the bone marrow, the young erythrocyte releases its nucleus and absorbs the hemoglobin that it will be responsible for carrying (a). This erythrocyte later assumes a disclike form for traveling through the blood vessels, as shown in the picture (b). The erythrocytes leaving the lung and carrying oxygen are bright red (c). After depositing their oxygen in the tissues, they turn a darker red hue (d).
An dieser Stelle muss darauf hingewiesen werden, dass dieses Verhalten - die Zustimmung der jeweiligen Zelle zu ihrem Absterben - ein harter Schlag gegen Darwins Evolutionstheorie ist. Denn Darwin nahm an, dass alle Organismen miteinander im Kampf liegen, um das Überleben ihrer Nachkommenschaft zu sichern. Richard Dawkins, einer der heute weltweit führenden Darwinisten, geht soweit, zu behaupten, dass dieser Kampf ums Überleben schon auf der genetischen Ebene stattfindet, und zwar so, dass die Gene jedes Lebewesens um ihr Überleben kämpfen. In Wahrheit jedoch verhalten sich die Roten Blutzellen, die ja lebende Zellen sind, genau entgegengesetzt: Sie opfern sich selbst auf, indem sie sich ihres Zellkerns und damit ihrer Gene entledigen. Und das tun sie nicht etwa, weil sie im Verlauf des Überlebenskampfes zufällig entstanden sind, sondern weil sie mit einer ganz bestimmten Aufgabenstellung erschaffen worden sind.
Und dieser Aufgabe bleiben sie treu, solange unser Körper lebt. Denn eben dafür wurden sie erschaffen von Gott, Der alles makellos erschaffen hat, also auch diese Zellen, die allein schon die Vollkommenheit Seiner Schöpfung beweisen. Dazu heißt es im Quran:
Siehe, ich vertraue auf Gott, meinen Herrn und eueren Herrn. Kein Lebewesen gibt es auf Erden, das Er nicht am Schopf erfasst. Siehe, meines Herren Weg ist gerade. (Sure 11:56 – Hud)

DİPNOTLAR

8- Seymour Simon, The Heart "Our Circulatory System", First Mullberry Edition, 1999, sf. 9
9Bilim ve Teknik Dergisi, Şubat 1998, sayı 363, sf. 61
10- Seymour Simon, The Heart "Our Circulatory System", First Mullberry Edition, 1999, sf. 9
11- Hacettepe Üniversitesi Tıp Fakültesi Öğretim Üyesi Prof. Dr. Alparslan ÖZYAZICI; http://www.diyanet.gov.tr/DIYANET/nisan2001/dinsaglik.htm
12- Seymour Simon, The Heart "Our Circulatory System", First Mullberry Edition, 1999, sf. 9
13The Incredible Machine, National Geographic Society,   sf.100
14- http://www.ri.bbsrc.ac.uk/library/research/cloning/glossary.html
15- http://garildi.cumhuriyet.com.tr/cgi-bin/sayfa.cgi?w+30+/cubilim/9810/24/t/ b0703.html+hemoglobin
16-http://www.nsbri.org/HumanPhysSpace/focus3/bloodcomponents.html

Die abgeflachte Form Roter Blutzellen

Die abgeflachte Form Roter Blutzellen

Der Sauerstofftransport im Körper, die Aufgabe der Roten Blutzellen, ist kein linearer Prozess. Kein anderer Zelltyp kann Sauerstoff transportieren. Denn durch ihre einzigartige Form sind sie genau dafür erschaffen worden: Flach, rund und in der Mitte eingedellt, sind sie wahre Wunderwerke der “Ingenieurkunst”.
Diese Fähigkeit der Roten Blutzellen beruht auf mehreren Faktoren, und jeder davon ist von elementarer Bedeutung. Einer davon ist ihre Flachheit. Sie vergrößert die Zelloberfläche und erleichtert dadurch den Kontakt mit den Sauerstoffmolekülen und deren Ablagerung an der richtigen Stelle zum richtigen Zeitpunkt. Dank dieser abgeflachten Form kann jede Rote Blutzelle mehr Sauerstoffmoleküle “aufladen” als es eine andere Zelle könnte und leichter dorthin transportieren, wo es im Zellgewebe benötigt wird.
Obwohl sie die kleinsten Zellen im Kreislaufsystem sind, stoßen die roten Blutkörperchen trotzdem auf einige sehr enge Stellen. Die 5 Mikrometer messenden engen Tunnel stellen für diese etwa 7 bis 8 Mikrometer großen Roten Blutkörperchen sehr schwierige Passagen dar, dort überhaupt hindurchzukommen.
Ihre abgeflachte Form erleichtert es den Roten Blutzellen zugleich, die winzigen Kapillargefäße zu durchqueren. Rote Blutzellen sind die kleinsten Zellen im Blutkreislauf, was von elemetarer Bedeutung ist, um jeden Punkt des Körpers erreichen zu können. Manchmal jedoch stoßen sie auf extrem enge Kapillargefäße mit nur 5 Mikrometer Durchmesser, also normalerweise zu eng für sie, weil sie selbst einen Durchmesser von 7-8 Mikrometer haben.17Aber die Roten Blutzellen müssen trotzdem durchkommen, weil genau diese extrem engen Kapillaren die Versorgung der Körperzellen mit Sauerstoff und Nährstoffen sicherstellen.
Eigentlich sind die Roten Blutzellen zu groß, um durchzukommen, was zunächst ein Problem darstellt. Aber dank ihrer genialen Konstruktion können Rote Blutzellen dieses Problem lösen. Sie sind nämlich elastisch gestaltet und können folglich jede Form annehmen. Entsprechend ihrem großen Aufnahmevolumen verfügen sie über eine große Zellmembran, die sich elastisch verformen kann. Wenn sie also in Körperregionen vordringen, in denen ihre Bewegungsfähigkeit eingeschränkt wird, kann sich ihre Zellmembran dem anpassen.18Das ist ein großer und entscheidender Vorteil. Denn so können sie auch durch ihre Formveränderung die Kapillaren durchdringen, die enger als sie selbst groß sind.
Diese vorteilhafte Fähigkeit ist ein ganz besonderes Merkmal. Denn es zeigt, dass Gott zwei völlig unterschiedliche Systeme, Hämoglobin und Rote Blutzellen, exakt aufeinander abgestimmt hat, sodass beide perfekt miteinander harmonieren. Vor allem die abgeflachte Form der Blutzellen ist ein untrüglicher Beweis für die Schöpfung Gottes. Es steht völlig außer Zweifel, dass Gott die Größe der Roten Blutzellen genau so festgelegt hat, dass sie die Blutgefäße passieren können und dadurch exakt den Erfordernissen des menschlichen Körpers angepasst sind. Dies ist das Werk von Gott dem Allmächtigen, Der jedes Lebewesen in- und auswändig kennt, weil Er es selbst aus dem Nichts erschaffen hat.
Rote Blutkörperchen sind bikonkav und scheibenförmig. Dank dieser Form sind sie elastisch genug, um auch die engen Blutgefäße zu passieren. Wie auch immer, ein anderer Grund für ihre Elastizität ist die Zellmembran. Links ist das Elektronenmikroskop-Bild eines Roten Blutkörperchens zu sehen (in 200.000-facher Vergrößerung). Der mit Pfeilen gekennzeichnete Abschnitt ist die flexible Zellmembran, die die Zelle die engen Kapillargefäße mit Leichtigkeit der Länge nach passieren lässt. Diese Eigenschaft der Roten Blutkörperchen ist von großer Wichtigkeit für die Körperzellen, um Sauerstoff zu bekommen.
Um die Bedeutung dieser eindrucksvollen Struktur besser zu verstehen, sollte man sich einmal die Konsequenzen überlegen, die sich bei einem Störungsfall ergeben würden. Wenn Form oder Elastizität der Roten Blutzellen beeinträchtigt wären, würde dies bedeuten, dass Sauerstoff und Nährstoffe nicht mehr in das Zellgewebe gelangen würden. Somit wäre es zum Tod verurteilt.
Um die Wichtigkeit der Form einer Roten Blutzelle zu begreifen, genügt ein Blick auf die Sichelzellenanämie, eine sehr ernste erbliche Erkrankung der Roten Blutzellen selbst. In diesem Fall enthält die Zelle eine degenerierte Form des Hämoglobin namens Hämoglobin S. Wenn dieses Hämoglobinmolekül in Berührung mit zu wenig Sauerstoff kommt, zerbricht es in längliche Kristalle, was der Roten Blutzelle ein sichelähnliches Aussehen verleiht. Durch diese veränderte Form kann die Zelle nicht mehr genug Sauerstoff transportieren. Eine weitere Folge ist, dass die so veränderten Blutzellen in den Adern ein Blutgerinnsel verursachen. Hinzu kommt, dass die spitzen Enden der Hämoglobinmoleküle manchmal die Zellmembran beschädigen.19 
Die Symptome dieser Zellerkrankung sind sehr ernsthaft. Es kommt zu starken Schmerzen in den Muskeln, Knochen oder im Magen, die Wochen oder gar Monate dauern. Da die Roten Blutzellen nicht mehr durch die engen Kapillaren in der Retina schlüpfen können, kann es zu schweren Sehstörungen oder gar Blindheit führen. Funktionsstörungen in der Leber können zu Gelbsucht führen. Das kindliche Wachstum kann beeinträchtigt werden. Der ganze Körper wird infektionsgefährdet. Am schlimmsten jedoch sind eventuelle Schädigungen in bestimmten Hirnregionen infolge von dort auftretenden Blutgerinnseln, was sogar zu Lähmungserscheinungen führen kann. Innerhalb von wenigen Stunden kann diese Krankheit ein gefährliches Ausmaß erreichen. Wenn jemand in jungen Jahren von ihr befallen wird, muss er sich das ganze Leben lang einer Spezialtherapie unterziehen, um nicht daran zu sterben. Zur Erinnerung: Ursache dafür ist lediglich eine Veränderung der Form der Roten Blutzellen.
Umso erstaunlicher ist deshalb der diesbezügliche Erklärungsversuch für diese Krankheit durch die Evolutionisten, denen sie geradezu als Beweis für die Richtigkeit der Evolutionstheorie gilt.

Die absurde Theorie der Evolutionisten über Sichelzellenanämie

Oben ist das Geflecht der Kapillargefäße in der Retina zu sehen. An der Seite ein rotes Blutkörperchen, es ist deformiert infolge einer erebten Krankheit namens Sichelzellenanämie. Diese sichelzellförmigen Zellen verlieren ihre Elastizität, sodass sie die engen Blutgefäße der Retina nicht passieren können. Das führt zu Sehstörungen oder sogar Blindheit.
Die Evolutionstheorie erklärt den Ursprung des Lebens aus zwei Naturgesetzen: natürliche Selektion und Mutation. Die Evolutionisten behaupten, dass Mutationen, Stück für Stück, neue biologische Systeme haben entstehen lassen. Ihrer Theorie gemäß, muss zumindest ein Teil dieser zufällig entstehenden Mutationen vorteilhaft sein, das heißt: Bereits existierenden Organismen werden neue genetische Informationen “eingepflanzt”, was zur Entwicklung neuer, vorher noch nicht existierender Organe und biochemischer Systeme führt. Anschließend setzen sich diese Mutationen dank der natürlichen Selektion durch und bahnen der Evolution ihren Weg.
Dieses Szenario ist jedoch extrem unrealistisch. Sein Grundfehler besteht darin, dass es in der wirklichen Welt keine vorteilhaften Mutationen gibt. Seit es die Genetik als Wissenschaft gibt, haben die Evolutionisten ständig nach einem Beispiel gesucht für eine Mutation, die ihre Behauptung bestätigt hätte. Aber nach jahrzehntelangen Experimenten und Studien sind sie zähneknirschend zum Ergebnis gekommen, dass jede Mutation - abgesehen davon, dass sie dem jeweiligen Organismus keinerlei Vorteil gebracht hat - ihn entweder geschädigt, zerstört oder bestenfalls in nicht relevanter Weise verändert hat. Trotzdem geben die Evolutionisten nicht auf, ihre falsche Theorie verifizieren zu wollen. Eisern halten sie daran fest, dass Mutationen vorteilhaft sein können, indem sie bereits existierenden Organismen angeblich zu neuen, verbesserten Eigenschaften verhelfen.
Um ihren Glauben nicht aufgeben zu müssen, scheuen sich die Evolutionisten nicht, zu behaupten, ausgerechnet der Blutkreislauf sei ein Beispiel für eine sogenannte vorteilhafte Mutation. Ihnen zufolge handelt es sich bei dem Verursacher dieser schweren Krankheit um eine Mutation, die die Transportfähigkeit des Hämoglobin für den notwendigen Sauerstoff im Körper deformiert.
Zu Seinen Zeichen gehört auch die Schöpfung der Himmel und der Erde und aller Lebewesen, die Er in beiden verteilt hat. Er ist auch imstande, sie zu versammeln, wann immer Er will.
(Sure 42:29 – asch-Schura)
Deshalb - wie schon auf den vorherigen Seiten gezeigt - kann Sauerstoff nicht zu den dafür bestimmten Zellen transportiert werden, was zu der besagten Krankheit, ja zum Tod führen kann. Soweit gut und schön. Aber einige Evolutionisten bezeichnen diese nachweislich schädliche Mutation als “vorteilhaft”. (Diese Falschinformation findet man sogar in Biologielehrbüchern in Schulen.) Grundlage dieser Behauptung ist, dass es sich bei der fraglichen Mutation um eine Verteidigungsmaßnahme gegenüber einer anderen Krankheit handelt, nämlich Malaria. An ihr leidende Menschen tragen in sich zwei mutierte Anämie-Gene - eines von der Mutter, eines vom Vater.
Mutationen Bringen Nie Vorteile



Evolutionisten betonen, dass diejenigen, die an Sichelzellenanämie leiden, resistent gegen Malaria sind. Sie akzeptieren dies als einen Vorteil und beschreiben die Sichelzellenmutation als nützlich. Tatsächlich ist die Sichelzellenanämie eine sehr ernste und sogar tödliche Erkrankung, in der einige Organe und Gewebe nicht ausreichend versorgt werden können. Diese Krankheit kann auch auf jemandes Nachkommenschaft übertragen werden. Es ist völlig unmöglich, diese Krankheit als eine vorteilhafte Mutation zu betrachten.
Menschen jedoch, die nur eines dieser beiden Gene empfangen, entweder vom Vater oder von der Mutter, verfallen nicht dieser Krankheit, sondern werden nur zu ihrem Träger. Da sie aber nur eines dieser mutierten Gene in sich tragen, sind sie selbst resistent gegen Malaria. Der Malariaerreger greift gesunde, runde Blutzellen an, aber nicht anämische Blutzellen. Deshalb verursacht er auch nicht diese Krankheit.20
Evolutionisten halten Sichelzellenanämie für eine nützliche Mutation. Dass sie eine gesundheitsgefährdende genetische Erkrankung als Beweis für die Evolution betrachten, zeigt, wie schwach diese Theorie tatsächlich ist.
Aber die Evolutionisten leiten daraus die These ab, diese eigentlich zu einer Krankheit führende Mutation der Blutzellen sei eine “vorteilhafte”. Aber in Wirklichkeit bedroht sie Gesundheit und Leben des Patienten und all seiner Nachkommen.
Die Evolutionisten jedoch ignorieren diese Faktoren und jubeln die partielle Immunität hoch zum Geschenk der Evolution. Das ist natürlich in höchstem Grad absurd. Ebenso gut könnte man sagen: Ein blindgeborener Mensch kann nicht Autofahren - deshalb kann er auch nicht bei einem Verkehrsunfall umkommen. Ergo wäre seine Blindheit ein genetisches Geschenk. Das ist ebenso ohne Sinn, wie die evolutionistische Interpretation der Sichelzellenanämie als einer "vorteilhaften Mutation".
David N. Menton, Professor für Biologie an der Brown University, beschreibt diese angeblich "vorteilhafte Mutation" folgendermaßen:
Diese Mutation des Hämoglobin gilt als “vorteilhaft”, weil Menschen, die sie in sich tragen (und damit leben können!) der Malaria gegenüber weitgehend resistent sind. Zu den Symptomen dieser “guten” Mutation gehören akute Unterleins- und Gelenkschmerzen, geschwüre an den Beinen, defekte Rote Blutkörperchen oder Blutanämie - alles Erkrankungen, die zum Tod führen können. Kaum vorzustellen, wozu “bösartige” Mutationen führen können! Kein Wunder, dass H. J. Mueller, dem der Nobelpreis für seine Forschungen über Mutationen verliehen wurde, schrieb: “Es stimmt völlig überein mit der Zufälligkeit von Mutationen, dass sorgfältige Tests übereinstimmend ergeben haben, dass die überwältigende Mehrheit der Mutationen schädlich für die betreffenden Organismen in ihrem Überlebenskampf sind. Die “guten” sind so selten, dass wir alle als “schlecht” betrachten können."21
Das Hämoglobin, das dem Blut seine Farbe verleiht, erfüllt einen lebenswichtigen Zweck, weil es sich leicht an Sauerstoff bindet, der die Zellen zu leben befähigt, diesen im ganzen Körper verteilt, und das Kohlenstoffdioxid, das dieselben Zellen abgeben, entsorgt.
Es gibt noch ein weiteres Argument der Evolutionisten, das man sich vornehmen muss. Die Mehrzahl der Malariaträger, die nicht selbst von dieser Krankheit befallen werden, lebt in Afrika, wo das Malariarisiko sehr hoch ist. Das ermöglicht es jedem Träger des Anämiegens, dank der angeblich vorteilhaften Mutation, sein diesbezügliches defektes Gen an seine Nachkommen weiterzugeben. Die Weitergabe dieses Gens erhöht jedoch in der nächsten Generation die Wahrscheinlichkeit, entweder von Vater oder Mutter ein defektes Gen übertragen zu bekommen. Das aber führt zwangsläufig dazu, dass das neugeborene Kind an Blutsichelanämie leiden wird. Umgekehrt gilt: Wenn beide Elternteile gesunde Gene weitergeben, wird das Kind kein Träger und folglich nicht immun gegen Malaria sein.
Tatsache ist, dass 25% der an Blutanämie erkrankten Patienten an dieser Krankheit sterben, obwohl ihre Ursache lediglich die Fehlentwicklung einer einzigen der 287 Aminosäuren des Hämoglobin ist. 22 
Dr. Felix Konotey-Ahulu, eine weltberühmte Autorität in Sachen Blutanämie und Verfasser eines Buches darüber, schreibt zu diesem Thema Folgendes:
Wenn Sie malariarestistent sind, steigt die Wahrscheinlichkeit, dass Sie überleben, um Ihre Gene weitergeben können. Dennoch tragen Sie dadurch einen genetischen Defekt in sich, der keineswegs einen Komplexitäts- oder Funktionszuwachs für Sie bedeutet im Sinne der natürlichen Selektion. Es bedeutet lediglich, dass es in der Bevölkerung mehr Träger dieses Gens geben wird und damit mehr Menschen, die an Blutanämie leiden werden.23 
Offensichtlich sind die Evolutionisten mit ihrem Begriff der Mutation in eine gravierende Erklärungssackgasse geraten, obwohl er für sie eine zentrale Kategorie ist, um das Erscheinen neuer Arten zu erklären. Dass sie allen Ernstes einen genetischen Defekt mit verhängnisvollen Folgen für die Menschheit als Fortschritt der Evolution darstellen, offenbart einmal mehr die brüchigen Grundlagen ihrer gesamten Theorie. Offensichtlich versuchen die fanatischen Befürworter der Evolutionstheorie, obgleich selbige längst diskreditiert ist, verzweifelt, sie am Leben zu erhalten. Aber damit diskreditieren sie den Darwinismus nur noch mehr.

DİPNOTLAR

17Bilim ve Teknik, Tübitak Yayınları, Şubat 1998, Sayı 363, sf. 62
18- Arthur C. Guyton, Tıbbi Fizyoloji, Cilt 1, 7. Basım, Nobel Tıp Kitabevi, sf. 59
19- Arthur C. Guyton, Tıbbi Fizyoloji, Cilt 1, 7. Basım, Nobel Tıp Kitabevi, sf. 65
20- http://www.csu.edu.au/learning/ncgr/gpi/odyssey/hemo/evol.html
21- Bulletin of Atomic Sciences 11:331; http://www.gennet.org/facts/metro09.html 
22- Luther D. Sunderland, Darwin's Enigma, Master Book Publishers, California, sf.137
23- http://www.answersingenesis.org/home/area/Magazines/docs/v16n2_sickle_cell.asp